Welche Pfanne kaufen? Die 6 wichtigsten Kaufkriterien
Welche Pfanne du kaufen solltest, hängt von sechs Kriterien ab: Material, Herdkompatibilität, Beschichtung, Größe, Verarbeitung und Preis. Für einen Induktionsherd brauchst du einen magnetischen Pfannenboden. Zum scharfen Anbraten eignen sich Edelstahl oder Gusseisen, für empfindliche Speisen eine beschichtete Pfanne. Die richtige Wahl richtet sich nach deinem Herd und deinen Gerichten.
Die Frage „welche Pfanne kaufen" lässt sich nicht mit einem einzigen Modell beantworten. Welche Bratpfanne zu dir passt, hängt davon ab, worauf du kochst und was du zubereitest. Dieser Ratgeber ordnet die sechs entscheidenden Kaufkriterien sachlich ein, damit du eine faktenbasierte Entscheidung triffst, statt dich von Werbeversprechen leiten zu lassen.
1. Welches Pfannenmaterial passt zu dir?
Das Material bestimmt, wie eine Pfanne Hitze aufnimmt, speichert und verteilt. Diese vier Optionen sind am gängigsten:
Edelstahl ist robust und hat keine Beschichtung, die sich abnutzen kann. Zum Anbraten braucht Edelstahl die richtige Technik: gut vorheizen, dann Fett zugeben. Edelstahlpfannen vertragen hohe Temperaturen und sind meist auch für den Backofen geeignet.
Gusseisen speichert Wärme sehr gut und eignet sich für starkes Anbraten. Es ist schwer, muss eingebrannt werden und braucht Schutz vor Rost. Dafür hält eine Gusseisenpfanne bei richtiger Pflege oft Jahrzehnte.
Aluminium leitet Wärme schnell und ist leicht. Weil blankes Aluminium mit vielen Speisen reagiert, kommt es fast immer mit einer Antihaftbeschichtung zum Einsatz.
Keramik beziehungsweise eine Keramikbeschichtung bietet Antihaft-Eigenschaften ohne PTFE. Solche Beschichtungen arbeiten am besten bei niedriger bis mittlerer Hitze und profitieren von schonender Handhabung.
Die folgende Tabelle fasst die Materialeigenschaften zusammen:
| Material | Antihaft-Eigenschaft | Hitzeverträglichkeit | Induktion | Pflege | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Edelstahl | gering (Technik nötig) | sehr hoch | je nach Boden | mittel | sehr lang |
| Gusseisen | mittel (eingebrannt) | sehr hoch | in der Regel ja | höher (Rostschutz) | sehr lang |
| Aluminium (beschichtet) | hoch | mittel | je nach Boden | schonend | mittel |
| Keramikbeschichtung | hoch | mittel bis hoch | je nach Boden | schonend | mittel |
| PTFE-Beschichtung | sehr hoch | begrenzt (bis ca. 260 °C) | je nach Boden | schonend | mittel |
2. Welche Pfanne funktioniert auf Induktion?
Ein Induktionsherd erzeugt Wärme über ein Magnetfeld. Deshalb funktioniert er nur mit Pfannen, deren Boden magnetisch ist. Ob eine Pfanne induktionsgeeignet ist, erkennst du am Symbol auf dem Boden oder der Verpackung. Ein einfacher Test: Wenn ein Küchenmagnet am Pfannenboden haftet, ist die Pfanne in der Regel für Induktion geeignet.
Gusseisen ist von Natur aus magnetisch. Edelstahl, Aluminium und beschichtete Pfannen sind es nur, wenn sie einen entsprechenden Boden haben. Beim Kauf einer Bratpfanne für Induktion lohnt sich der Blick darauf, ob die Erkennung zuverlässig funktioniert, gerade bei kleineren Durchmessern kann es sonst zu Aussetzern kommen. Resade-Pfannen sind allherd- und induktionsgeeignet, du kannst sie also unabhängig vom Herdtyp verwenden.
3. Beschichtet oder unbeschichtet: Was solltest du kaufen?
Diese Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie heiß du kochst und wie empfindlich deine Speisen sind.
Unbeschichtete Pfannen aus Edelstahl oder Gusseisen vertragen sehr hohe Temperaturen und eignen sich zum scharfen Anbraten und für die Röstaromen der Maillard-Reaktion. Sie brauchen etwas mehr Fett und Technik, damit nichts kleben bleibt.
Beschichtete Pfannen lösen Speisen leichter und sind praktisch für Eierspeisen, Fisch oder Pfannkuchen. Man unterscheidet grob zwei Beschichtungstypen. PTFE-Beschichtungen (bekannt unter Markennamen wie Teflon) haben eine sehr hohe Antihaftwirkung, sind aber bis etwa 260 °C temperaturstabil und daher für sehr starkes Anbraten weniger geeignet. Keramikbeschichtungen kommen ohne PTFE aus und vertragen tendenziell etwas höhere Temperaturen. Beide Beschichtungsarten nutzen sich mit der Zeit ab und halten länger, wenn du sie schonend behandelst.
Resade setzt auf eine Keramikbeschichtung ohne PTFE. Welche Variante für dich sinnvoll ist, richtet sich nach deinen Gerichten: Wer viel und heiß brät, greift oft zu unbeschichtet, wer empfindliche Speisen zubereitet, profitiert von einer Beschichtung.
4. Welche Pfannengröße brauchst du?
Die Größe wird über den oberen Durchmesser angegeben, nicht über den Boden. Gängige Bratpfannen liegen zwischen 20 und 32 cm. Als grobe Orientierung:
- 20 bis 24 cm: für ein bis zwei Portionen, Eier, Beilagen
- 26 bis 28 cm: der vielseitige Allrounder für zwei bis vier Personen
- 30 bis 32 cm: für große Mengen, mehrere Portionen gleichzeitig
Wichtig ist, dass der Pfannendurchmesser zur Größe deiner Kochzone passt. Eine zu große Pfanne auf einer kleinen Zone heizt ungleichmäßig auf. Wer nur eine Pfanne kaufen möchte, fährt mit 28 cm meist am flexibelsten.
5. Worauf kommt es bei Verarbeitung und Pflege an?
Ein stabiler, fest sitzender Griff und ein ausreichend dicker Boden sind entscheidend für Langlebigkeit und gleichmäßiges Braten. Ein dickerer, mehrschichtiger Boden verteilt die Hitze gleichmäßiger und reduziert Hotspots, also einzelne überhitzte Stellen. Achte außerdem darauf, ob der Boden plan ist, damit er vollflächig auf der Kochzone aufliegt.
Bei der Pflege gilt: Beschichtete Pfannen halten am längsten, wenn du sie von Hand reinigst und Holz- oder Silikonwender statt Metallbesteck verwendest. So bleibt die Beschichtung lange funktionsfähig. Auch Resade-Pfannen reinigst du am besten von Hand und rührst mit Holz- oder Silikonutensilien, das schont die Keramikoberfläche. Wie du die Antihaft-Wirkung dauerhaft erhältst, liest du im Ratgeber Keramikpfanne richtig pflegen und reinigen. Ein kurzer Blick in die Gebrauchsanleitung des Herstellers zeigt dir jeweils die empfohlene Hitzestufe und Pflege.
6. Was kostet eine gute Pfanne?
Der Preis ergibt sich aus Material, Verarbeitung und Bodenaufbau. Sehr günstige Pfannen sparen oft an der Bodendicke oder an der Beschichtungsqualität, was sich in ungleichmäßiger Hitze oder kürzerer Lebensdauer zeigen kann. Teurer ist nicht automatisch besser: Entscheidend ist, ob Material und Ausstattung zu deinem Herd und deiner Nutzung passen. Rechne den Preis am besten auf die erwartete Nutzungsdauer um, statt nur den Kaufpreis zu vergleichen.
Fazit
Welche Pfanne du kaufen solltest, beantwortest du entlang der sechs Kriterien: Material, Herd, Beschichtung, Größe, Verarbeitung und Preis. Prüfe zuerst deinen Herd, überlege dann, was du am häufigsten zubereitest, und wähle Größe und Beschichtung danach aus. Wenn du eine beschichtete Pfanne suchst, die auf jedem Herd inklusive Induktion funktioniert, sind Resade-Pfannen mit ihrer Allherd- und Induktionseignung einen Blick wert. Schau dir dazu die passende Größe für deinen Haushalt an.
RESADE 3-teiliges Keramik-Set
Keramikpfannen ohne PTFE in den Größen 20, 24 und 28 cm, allherd- und induktionsgeeignet.
Zum SetHäufige Fragen (FAQ)
Welche Pfanne ist am besten für Induktion?
Für Induktion eignet sich jede Pfanne mit magnetischem Boden. Gusseisen funktioniert immer, Edelstahl-, Aluminium- und beschichtete Pfannen nur mit induktionsgeeignetem Boden. Ein Magnet, der am Boden haftet, ist ein verlässlicher Schnelltest.
Was ist besser: beschichtet oder unbeschichtet?
Das hängt vom Einsatz ab. Unbeschichtete Pfannen aus Edelstahl oder Gusseisen vertragen sehr hohe Hitze und eignen sich zum scharfen Anbraten. Beschichtete Pfannen lösen empfindliche Speisen wie Eier oder Fisch leichter. Viele Haushalte nutzen beide Typen parallel.
Wie lange hält eine beschichtete Pfanne?
Das lässt sich nicht pauschal in Jahren angeben, weil es stark von der Nutzung abhängt. Jede Beschichtung nutzt sich mit der Zeit ab. Schonende Handhabung, also niedrige bis mittlere Hitze, Handwäsche und weiche Wender, verlängert die Lebensdauer deutlich.
Welche Pfannengröße brauche ich für zwei Personen?
Für zwei Personen ist eine Pfanne mit 26 bis 28 cm Durchmesser eine gute Wahl. Diese Größe deckt die meisten Alltagsgerichte ab und passt auf gängige Kochzonen.
Ist eine Keramikpfanne besser als eine Teflonpfanne?
Das richtet sich nach deinen Gerichten. Keramikbeschichtungen kommen ohne PTFE aus und vertragen tendenziell etwas höhere Temperaturen, PTFE-Beschichtungen bieten oft eine sehr hohe Antihaftwirkung, sind aber bis etwa 260 °C temperaturstabil. Beide nutzen sich ab und profitieren von schonender Pflege.
Kann ich eine Bratpfanne in den Backofen stellen?
Das hängt vom Modell und vor allem vom Griff ab. Edelstahl- und Gusseisenpfannen sind häufig backofengeeignet, bei Pfannen mit Kunststoffgriff oder Beschichtung findest du die zulässige Temperatur in der Herstellerangabe. Prüfe diese vor dem ersten Einsatz im Ofen.


